Dorffest in Remstädt vom
30.08.-06.09.2026
Liebe Remstädterinnen und Remstädter, liebe Gäste, Freunde und Besucher unseres Dorfes
Eine Woche lang wollen wir gemeinsam feiern, lachen, tanzen, erinnern und nach vorn blicken. Dieses Dorffest steht für alles was Remstädt ausmacht: Zusammenhalt, Tradition, Lebensfreude und eine gute Portion Humor.
Unser Dorf hat in über zwölf Jahrhunderten vieles erlebt und ist dabei immer lebendig geblieben. Das verdanken wir den Menschen, die hier leben, sich engagieren und gemeinsam anpacken.
In diesem Sinne wünschen wir allen Gästen schöne Stunden, gute Gespräche, fröhliche Begegnungen und ein unvergessliches Dorffest 2026!
Hier kommen die Infos zu unserer Festwoche
>> Zum Programmheft <<
>> Zum Regelwerk Seifenkistenrennen <<
Mehr Infos gibt es noch bei Instagram: @dorffest_remstaedt
Wichtiger Hinweis für Gäste unter 18 Jahren
Für unsere Neon-Party am 04.09.2026 sowie den Tanzabend mit Live-Band am 05.09.2026 gelten die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen.
Alle minderjährigen Gäste müssen beim Einlass eine vollständig ausgefüllte und unterschriebene Erziehungsbeauftragung („Muttizettel“) vorlegen. Das Formular könnt ihr euch hier herunterladen, vorab ausfüllen lassen und ausgedruckt mitbringen:
📄 Erziehungsbeauftragung zum Download
Bitte beachtet:
- Das Formular muss von der personensorgeberechtigten Person sowie der erziehungsbeauftragten Person unterschrieben werden.
- Ein gültiger Lichtbildausweis der minderjährigen Person sowie der erziehungsbeauftragten Person ist zusätzlich mitzuführen.
- Der Muttizettel ersetzt keine Ausweisdokumente und berechtigt nicht automatisch zum Kauf oder Konsum von Alkohol entgegen den gesetzlichen Altersgrenzen.
- Der Veranstalter behält sich vor, eigene Einlassregelungen anzuwenden und die Beauftragung im Einzelfall abzulehnen.
Unsere Dorfgeschichte
Zwischen Grenzberg, Krahnberg und dem guten alten Flutgraben liegt ein Dorf, das schon vieles erlebt hat: Ritter und Herzöge, Pest und Plünderungen, Hamsterplagen und Fußball-meisterschaften, Kirmes und Kino-Café. Und trotz all dieser Herausforderungen gilt bis heute:
Klein genug, dass man sich kennt.
Groß genug, dass immer etwas los ist.
Willkommen zum Dorffest 2026. Eine Woche voller Geschichte, Gemeinschaft, Musik, Erinnerungen und guter Laune!
Wer denkt, ein kleines Dorf hätte wenig Geschichte, der irrt gewaltig. Bereits vor rund 6000 Jahren wussten die ersten Siedler: „Hier lässt es sich aushalten.“ Brandkeramiker, Glockenbecherleute, Bronzezeitmenschen und später sogar Eisenzeit-bewohner hinterließen ihre Spuren. Während anderswo noch überlegt wurde, wie man Feuer macht, waren in Remstädt offenbar schon Menschen unterwegs und sind auch gern geblieben.
Die erste, nicht genau datierte, urkundliche Erwähnung, im Güterverzeichnis des Kloster Hersfeld, stammt ca. aus dem Jahr 786. Damit blickt unser Dorf heute auf stolze 1240 Jahre Geschichte zurück.
Und seien wir ehrlich: Für sein Alter sieht Remstädt noch ziemlich gut aus. Später wirkten bedeutende Persönlichkeiten im Ort. Besonders zu erwähnen sind, Bartholomäus Helder, Kirchenlieddichter und Pfarrer sowie die Familie Arnoldi, die mit Farbenfabrik und Unternehmergeist Geschichte schrieb.
Als der Grenzberg noch der “Park von Remstädt” war
Der Obstbau hat in Remstädt eine lange Tradition. Bereits 1696 berichten die Quellen von der Pflanzung von 15 jungen Obstbäumen. In den folgenden Jahrzehnten wurde eifrig weiter-gepflanzt. Eine Aufstellung aus dem Jahr 1802 verzeichnet 105 Mandel-Zwetschenbäume, 30 Mandel-Apfelbäume und 10 Birnbäume. Zahlen, die zeigen, dass man es damals mit dem Obstbau durchaus ernst meinte.
Besonders prägend war der Grenzberg. Mitte des 19. Jahrhunderts war er nahezu vollständig mit Kirschbäumen bepflanzt. Zur Blütezeit verwandelte sich der Hang in ein beeindruckendes weißes Blütenmeer, das weithin sichtbar war und die ganze Umgebung erfreute. In einer alten Niederschrift wird der Grenzberg deshalb sogar als „Park von Remstädt“ bezeichnet.
Ob die Remstädter damals schon an Marmelade, Obstbrand oder einfach nur an einen guten Kirschkuchen dachten, ist nicht überliefert. Sicher ist jedoch: Der Sinn für schöne Landschaften und reiche Ernten war im Dorf schon vor über 300 Jahren fest verwurzelt.
Leidensfähig? Aber sicher!
Remstädt hat im Laufe seiner Geschichte einiges überstanden:
- Kriege (Dreißigjährigen Krieg, Erste und Zweite Weltkrieg)
- Pestjahre mit 145 Todesopfern
- Hochwasser
- Großbrände
- Mäuse- und Hamsterplagen
- und vermutlich auch den einen oder anderen misslungenen Kirmestanz
Doch immer wieder wurde aufgebaut, weitergemacht und gemeinsam angepackt. Genau dieser Zusammenhalt prägt Remstädt bis heute.
Die Kirmes, heiliger Ernst und fröhliche Tradition
Seit der Kirchweihe der St.-Lukas-Kirche am 08.11.1670 gehört die Kirmes fest zum Dorfleben. Herzog Ernst der Fromme, welcher mit seinen Söhnen dieser Feierlichkeit beiwohnte hätte vermutlich auch nicht geahnt, dass daraus einmal eine der wichtigsten gesellschaftlichen Institutionen des Ortes werden würde.
Bis heute gilt: Was in Remstädt gefeiert wird, wird richtig gefeiert. Ob Osterfeuer, Maibaumsetzen, Fasching oder Dorffest. Hier kommt man zusammen. Nicht selten länger als ursprünglich geplant.
Vom Rittergut bis zur Broihanschenke
1700 entstand das Rittergut durch Friedrich Bachoff von Echt. Das Herrenhaus und die Broihanschenke erinnern noch heute an diese Zeit. Dass man in Remstädt das gesellige Beisammensein zu schätzen wusste, beweist ein Blick in die Geschichte: Bereits 1685 wurde die erste Schenke erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich daraus eine beachtliche Kneipenkultur. Man könnte also sagen: für trockene Kehlen war stets bestens gesorgt.
Mit der Gründung des Broihanschenke e. V. im November 2024 und der Schlüsselübergabe Anfang 2025 bekam Remstädt endlich wieder einen zentralen Treffpunkt. Einen Ort für Begegnungen, Veranstaltungen und gesellige Abende.
Kurz gesagt: Früher traf man sich am Brunnen. Heute trifft man sich an und in der Broihanschenke.
Das Herz des Dorfes: Vereine in Remstädt & unser Miteinander
Remstädt konnte schon immer mehr als nur feiern:
Seit der Gründung des ersten Gesangsvereins durch die Lehrer Kellner und Völker im Jahr 1886 prägen Vereine das Leben in Remstädt. Im Laufe der Jahrzehnte entstanden zahlreiche Gemein-schaften. Vom Turn-, Gesangs- und Radfahrverein über Tierzucht- und Frauenvereine und dem RKV Remstädt 1975 e. V. Blau-Rot-Gelb, die das sportliche und kulturelle Leben des Dorfes bis heute bereicherten.
Auch heute wird das Ehrenamt aktiv gelebt:
- der 1920 gegründete Sportverein Remstädt
- die Angelsportgruppe Remstädt e. V.
- der Feuerwehrverein Remstädt e. V.
- der Geflügelzuchtverein Remstädt e. V.
- der Verein Broihanschenke Remstädt e. V.
stehen für Zusammenhalt, Engagement und Gemeinschaftssinn. Werte, die Remstädt seit Generationen prägen.
Moderne Zeiten im alten Dorf
- 1912 kam der Strom
- 1951 Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
- 1968 umfangreicher Bau von Abwasserleitungen
- 1983 Anschluss an das zentrale Trinkwassernetz
- seit 2019 gehört Remstädt zur Landgemeinde Nessetal
Auch die Bildung hatte stets ihren Platz
Von der Alten Schule, heute das Dorfgemein-schaftshaus, bis zum modernen Kindergarten „Zwergenland“, der 2016 neu eröffnet wurde. Gleichzeitig blieb der historische Charakter erhalten. Dank der Dorferneuerung konnten Fachwerkhäuser, Tore und alte Fassaden bewahrt werden, damit Remstädt auch weiterhin aussieht wie Remstädt und nicht wie „Irgendwo-Neubaugebiet Mitte“.
Ein Dorf mit Zukunft
Heute verbindet Remstädt Geschichte und Gegenwart auf besondere Weise:
- attraktive Wohngebiete,
- gute Busanbindung nach Gotha,
- Nähe zum Nessetalradweg,
- aktives Vereinsleben,
- starke Gemeinschaft
- und Menschen, die ihr Dorf lieben
Remstädt ist nicht nur ein Ort auf der Landkarte. Remstädt ist Heimat.
